...die Familie, in der ich ein paar kostbare Monate meines Lebens verbringen und dabei hoffentlich mein Französisch verbessern werde.

Marie Laure Massoule heißt die Mutter, spricht ein wenig englisch und fließend italienisch. Und natürlich französisch.

Der Vater ist nicht mit drauf, die Mutter kaum zu erkennen... vielleicht sollte ich mir noch mehr Bilder schicken lassen? Aber gemütlich sieht's aus!!!


Das sind Dorian (6) und Matteo (4), die beiden unglaublich niedlichen Jungen, um die ich mich kümmern werde.

Putzig, oder??

Hauptsache, ich weiß wie der Hund aussieht...

Derer haben die übrigens zwei. Und eine Katze ist auch mit dabei... Was die Familie ungleich sympathischer macht...

Mir fällt gerade auf, dass ich eigentlich ziemlich wenig über die Familie weiß. Ich weiß nicht, was die Mutter von Beruf ist, ich kenne nicht einmal den Namen von dem Vater... aber der ist wohl sowieso nie da, wenn ich das richtig verstanden hab, nur an dem Tag, an dem er frei hat und das ist, glaube ich, der Samstag. Ob der Sonntag arbeiten muss?

Nunja, die Jobs sind ja auch eigentlich völlig schnuppe, die Hauptsache ist doch, dass die Leute nett und sympatisch sind. Und den Eindruck hatte ich dann schon.

Meine Woche...

...wird in etwa so aussehen:

Mo, Di, Do: Zur Schule bringen muss ich die beiden süßen Bengels nicht, das macht die Mutter, aber abholen werde ich sie, um 11:30 Uhr und ihnen ihr zweites Frühstück machen (wie bei den Hobbits). Um 13:30 Uhr geht's dann wieder zurück in die Schule, um 16:30 Uhr hole ich sie wieder ab, mache ihnen ihr goûter (als Übersetzung habe ich "Brotzeit" und "Nachmittagsimbiss" gefunden) und helfe dem Großen danach bei den Hausaufgaben, was angeblich auch nur 10 Minuten braucht. Aber der ist ja auch erst sechs. Anschließend soll ich ihnen beim waschen, baden, Zähnchen schrubben helfen und um 19:45 Uhr kommt die Mutter heim, dann gibt es Essen.

Sa: Kiddies von der Schule abholen (mittags), dann auf sie aufpassen bis die Mutter kommt. Aber wahrscheinlich muss ich das garnicht, weil der Vater nämlich Samstag seinen freien Tag hat und dann für die Kinder da ist.

Mi, Fr Nachmittag, So: Frei!

Hausarbeit muss ich nicht machen, nur eben ein bisschen was kochen und vielleicht auch mal einkaufen gehen.

Mein Taschengeld beträgt 230 EUR, was im Grunde die Mindestgrenze ist, aber dafür zahlt die Familie mir den obligatorischen Sprachkurs, welchen ich normalerweise selber tragen müsste und so billig sind die Dinger nun nicht.

Der Ort,...

in dem die Familie wohnt, heißt Briancon (mit einem Cedille unter'm "c", hab ich hier nur nicht) und ist, wenn man Wikipedia trauen darf, der zweithöchste Ort Europas (1200-1326m ü. NN).

Und da liegt es:

Ist zwar nur ein Dörfchen mit knapp 10.750 Einwohnern (was nicht einmal 1/5 der Einwohnerzahl von Hilden beträgt.......), aber der website der Stadt nach (ohja, die Stadt hat eine website: http://www.ot-briancon.fr/) geht dort mächtig die Post ab.


Briancon, das ist die ville climatique, historique, d'altitude und touristique. Super, ne?!


Ein Touristenort scheint es aber tatsächlich zu sein, vor allem ein Skitouristenort. Man beachte den Pistenplan mit 250 km Pistengesamtlänge... Leider kriege ich das Bild gerade nicht gepostet.


Außerdem ist Briancon geschichtlich unheimlich wichtig gewesen, weil es strategisch so super gelegen ist und nicht einzunehmen war. Es gibt alte Befestigungsanlagen und derlei zu besichtigen, ein Nationalpark ist auch irgendwo zu finden und jeden Monat gibt es jede Menge Veranstaltungen, von historischen Festen über ein Schokoladenfestival ( ) oder Pistenpartys bis hin zu Karnevalsveranstaltungen (ja, das haben die hier auch, aber ist natürlich nichts gegen die Düsseldorfer Altstadt. Sonst würde ich mich doch schwer wundern...) und Schneekunstwettbewerben.

Wie ihr seht: Hier steppt der BÄR!